Verstauchung

Die Verstauchung – eine ernst zu nehmende Verletzung

 

 

Nicht nur bei sportlichen Aktivitäten, sondern auch auf dem Weg zur Arbeit, am Arbeitsplatz selbst oder in der Freizeit kann es durch unglückliche Bewegungen der Gelenke zu einer Verstauchung kommen. Manchmal werden diese gar nicht gleich bemerkt, da sie nicht immer mit Schmerzen verbunden sind. Manchmal werden Verstauchungen auch erst durch Blaufärbungen im Bereich des Gelenks (Bluterguss) bemerkt. Doch selbst, wenn keine Schmerzen oder andere äußere Symptome auftreten, sollte man diese Verletzung nicht unterschätzen. Durch Fehl- oder Überbelastungen kann es nämlich zu einer Zerrung oder gar zu einem Bänderriss gekommen sein, der von einem Facharzt behandelt werden muss.

 

Die Knochengelenke eines jeden menschlichen Körpers stellen ein kompliziertes Gebilde dar, dessen Beweglichkeit von zahlreichen Faktoren abhängig ist. Bänder sorgen dafür, dass das Gelenk beweglich und stabil ist. Durch eine Verstauchung kann es jedoch zu einer Überdehnung oder im schlimmsten Fall sogar zu einem Riss dieser Bänder kommen. Dann ist das betroffene Gelenk in seiner Beweglichkeit eingeschränkt und wird instabil. Im Falle eines Bänderrisses kann sogar ein operativer Eingriff erforderlich werden.

 

 

Wie kann es zu einer Verstauchung kommen?

 

Verstauchungen oder auch Distorsionen treten vor allem bei belastungsintensiven Sportarten wie Weit- und Hochsprung, Laufen, Fußball oder auch bei einer beliebigen anderen Fehlbelastung der Gelenke auf. Je nach Grad der Verstauchung kommt es zu einem Anschwellen des Gelenks und zu einer Blaufärbung infolge eines Blutergusses, da meistens auch Blutgefäße mit verletzt werden. Auftretende Schmerzen schränken die Beweglichkeit ein, im schlimmsten Fall kann das Gelenk auch gar nicht mehr bewegt werden. Schon aus diesem Grunde sollen sich Sportler vor dem Training ausreichend aufwärmen, um eine Zerrung oder gar einen Bänderriss zu vermeiden.


Aber auch auf dem Weg zur Arbeit, am Arbeitsplatz selbst oder auch beim Heimwerken kann es zu einer ungünstigen Belastung der Gelenke kommen, die letztendlich in einer Verstauchung endet. Manchmal genügt bereits ein falsches Auftreten oder eine unglückliche Bewegung, auch schweres und vor allem falsches Heben von Lasten kann zu einer Überdehnung der Bänder führen. Daher sollten die Gelenke nur im Rahmen ihrer natürlichen Beweglichkeit beansprucht werden.

 

 

Anzeichen für eine Distorsion


Jede Fehl- oder Überbelastung der Gelenke ist meistens mit mehr oder weniger starken Schmerzen verbunden. In der Regel schwillt das Gelenk an und schmerzt beim Bewegen. Durch Hochlagern sowie Kühlen geht diese Schwellung schneller wieder zurück und die Schmerzen werden spürbar gelindert. Bei leichten Verletzungen ersten Grades klingen diese meistens nach wenigen Tagen sogar wieder vollständig ab und das betroffene Gelenk kann ganz normal bewegt sowie belastet werden. Ist jedoch selbst nach einer oder zwei Wochen noch keine Besserung eingetreten, dann kann ein möglicher Riss der Bänder nicht ausgeschlossen werden (2. und 3. Grad). In diesem Fall ist unbedingt ein Facharzt aufzusuchen. Dieser wird das betroffene Gelenk abtasten und dessen Beweglichkeit austesten. Außerdem kann er anhand von Röntgenaufnahmen schwerwiegende Verletzungen wesentlich leichter feststellen und entsprechend behandeln.

 

Nach einer Verstauchung ist es wichtig, dass das Gelenk für eine gewisse Zeit ruhiggestellt wird. Eine Belastung sollte danach grundsätzlich behutsam und in kleinen Schritten erfolgen. Selbst nach einer erfolgten Operation ist es angebracht, durch geeignete Übungen das Gelenk wieder angemessen zu belasten, um den Heilungsprozess zu beschleunigen und die volle Funktionalität zu gewährleisten.