Verstauchung

Verstauchung der Finger und deren Behandlung

 

 

Am Arbeitsplatz, im Haushalt und auch in der Freizeit passieren immer wieder Unfälle, bei denen einer oder auch mehrere verstauchte Finger die Folge sind. Verstauchungen oder auch Distorsionen treten auf, wenn die Gelenke des Fingers übermäßig beansprucht werden, etwa durch Sturz, Fehlgriff oder anderer Gewalt von außen. Die Bänder, welche die Knochen zusammenhalten, werden durch die Fehlbelastung mehr oder weniger überdehnt, im ungünstigsten Fall können diese sogar reißen. Nicht selten werden bei einer Verstauchung auch in der Nähe befindliche Blutgefäße verletzt. Es kommt zu einem Bluterguss, der sich mitunter durch eine Blaufärbung der Haut äußert. Außerdem schwellen die betroffenen Finger meistens an und jede Bewegung verursacht starke Schmerzen.

 

Die Symptome einer Verstauchung des Fingers treten meistens nicht gleich unmittelbar nach der Fehlbelastung ein. Manchmal dauert es mehrere Stunden oder sogar über Nacht, bis diese Symptome wie Blaufärbung oder Schwellung erkennbar werden. Dadurch werden schmerzlindernde und den Heilungsprozess fördernde Maßnahmen wie die Kühlung oder das Anlegen von Kompressionsverbänden nicht zeitnah begonnen.

 

 

Finger verstaucht – was man tun sollte


Ist es – egal, aus welchem Grund auch immer – zu einer Verstauchung eines Fingers gekommen, dann sollte man nach Möglichkeit sofort mit Eiswürfeln, welche in ein Tuch eingewickelt werden, kühlen. Durch die Kühlung werden die Schmerzen gelindert und die Schwellung geht zurück. Offene Wunden sind zu reinigen und mit Pflaster oder einem Verband zu versehen. Es kann aber auch Kühlgel verwendet werden, was jedoch nicht mit offenen Wunden in Kontakt kommen darf.

 

Bei einer Verstauchung ist es wichtig, den Finger für eine gewisse Zeit ruhigzustellen. Dazu kann man beispielsweise ein Holzstäbchen als Schiene mit in den Verband einwickeln. Sind die Schmerzen besonders stark oder halten sie über einen längeren Zeitraum an, sollte unbedingt ein Facharzt konsultiert werden. Ist der Finger nicht nur verstaucht, sondern vielleicht sogar gebrochen, muss eine geeignete Behandlung eingeleitet werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Finger krumm bleibt oder unbeweglich wird. Derartige Komplikationen lassen sich dann meistens nur noch operativ beheben. Meistens wird der Facharzt den Finger abtasten oder röntgen, um eventuelle Bänderrisse oder Knochenbrüche zu erkennen. Liegt kein Knochenbruch vor, dann muss der Finger für eine gewisse Zeit ruhiggestellt werden, bis die Verletzung ausgeheilt ist. Erst danach kann mit einem Bewegungstraining der Finger begonnen werden, wobei man die Belastung in kleinen Schritten erhöhen kann. Beim Auftreten von Schmerzen ist das Training abzubrechen und auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Verstauchungen der Finger lassen sich auch mit homöopathischen Mitteln wie beispielsweise den Schüßler-Salzen erfolgreich behandeln.

 

 

Vorbeugen ist besser als heilen


Sowohl im Alltag als auch bei sportlichen Aktivitäten sollte man einer Verstauchung oder Verdrehung der Finger gezielt vorbeugen. Durch einen oder gar mehrere verletzte Finger ist man in seiner Handlungsfähigkeit meistens stark eingeschränkt, manchmal sogar über längere Zeit arbeitsunfähig. Am Arbeitsplatz sollten vorgesehene Schutzmittel wie Handschuhe getragen werden, um die Finger vor Verletzungen zu schützen. Bei bestimmten Sportarten werden die Gelenke durch Bandagen vor einer Verstauchung infolge einer Fehlbelastung geschützt. Regelmäßiges Bewegen der Finger sorgt außerdem für eine Festigung der Bänder und stabilisiert somit die Gelenke, die Gefahr einer erneuten Verstauchung wird so deutlich reduziert.