Verstauchung

Verstauchung des Fußgelenks – der häufigste Sportunfall

 

 

Insbesondere beim Laufsport, aber auch beim Wandern oder Joggen kommt es immer wieder vor, dass man sich den Fuß verstaucht. Manchmal genügt bereits eine kleine Unebenheit oder ein falsches Auftreten und der Fuß knickt um. In der Regel spürt man dabei einen mehr oder weniger starken Schmerz, besonders beim Auftreten. Manchmal ist der Schmerz sogar so heftig, dass die Vermutung eines Knöchelbruches naheliegt. Auch ein Anschwellen des Fußgelenks ist oftmals zu beobachten. Durch die Fehlbelastung und Gewalteinwirkung wurden jedoch meistens die Bänder überdehnt, was letztendlich die Schmerzen verursacht. Mit der Überdehnung der Bänder geht auch zumeist eine Verletzung von Blutgefäßen einher, welche sich in einem Bluterguss äußern kann.

 

Manchmal wird aber auch eine Verstauchung oder Distorsion des Fußgelenks nicht sofort bemerkt, denn die Schwellung setzt nicht sofort ein. So wird der Fuß nicht selten weiter belastet – trotz Schmerzen, wodurch sich die Verletzung verschlimmert. Erst nach mehreren Stunden, manchmal auch erst am nächsten Morgen, wird das gesamte Ausmaß der Verstauchung erkennbar. Der Fuß ist stark geschwollen, durch den Bluterguss bläulich verfärbt und schmerzt stark bei der kleinsten Bewegung. Das Auftreten oder gar Laufen ist kaum noch möglich.

 

 

Sofort die PECH-Methode anwenden


Fakt ist, dass der Heilungsprozess, je früher mit der Behandlung begonnen wird, umso reibungsloser und schneller verläuft. Hat man sich den Fuß verstaucht, dann sollte dieser sofort ruhiggestellt und mit Eispackungen gekühlt werden. Die Kühlung lindert die Schmerzen erheblich und verhindert ein übermäßiges Anschwellen des Fußgelenks. Wichtig ist, dass der Fuß in der nächsten Zeit nicht belastet und bewegt werden darf. Kompressionsverbände sorgen für den Erhalt der Stabilität des Gelenks. Um einer Schwellung entgegenzuwirken, sollte der betreffende Fuß hoch gelagert werden.

 

Für einen Laien ist es rein äußerlich kaum erkennbar, ob es sich lediglich um eine Verstauchung mit einer Bänderdehnung, einem Bänderriss oder gar einem Knöchelbruch handelt. Kann man die Zehen noch bewegen, dann liegt in der Regel kein Bruch vor. Im Zweifelsfall und bei länger anhaltenden Schmerzen sowie erkennbaren Fehlstellungen ist eine Vorsprache bei einem Orthopäden dringend angeraten. Dieser wird das Fußgelenk genau untersuchen und eine geeignete Therapie einleiten, außerdem bei Bedarf auch schmerzlindernde Medikamente verschreiben. Neben dem Abtasten und Bewegen des verstauchten Fußgelenkes steht dem Facharzt auch Röntgen oder CT zur Verfügung, mit deren Hilfe er den Fuß untersuchen kann. Bleibt die Verstauchung unbehandelt oder liegt sogar ein Knöchelbruch vor, sind Folgeschäden wie etwa ein steifes Fußgelenk kaum zu vermeiden. Diese müssen dann meistens operativ korrigiert werden.

 

 

Folgen einer Verstauchung des Fußgelenks


Eine Verstauchung des Fußgelenks zieht meistens einen langwierigen Heilungsprozess nach sich. Man ist in seiner Beweglichkeit und Flexibilität stark eingeschränkt. Um den verstauchten Fuß während der Heilung zu entlasten, sind Gehstöcke oder Krücken erforderlich. Je nach Alter und körperlicher Konstitution kann der Heilungsprozess mehrere Wochen oder gar Monate in Anspruch nehmen.

 

Dies heißt allerdings noch lange nicht, dass man den Fuß überhaupt nicht mehr bewegen darf – ganz im Gegenteil. Ist die Verletzung weitestgehend ausgeheilt, kann mit leichten Belastungsübungen begonnen werden, wobei die Intensität nach und nach erhöht werden darf. Dabei dürfen keinerlei Schmerzen auftreten, ansonsten ist die Belastung entsprechend zu reduzieren. Bei besonders gefährdeten Gelenken kann die Gefahr einer Verstauchung durch Bandagen wesentlich reduziert werden.